Labret – Basic

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Schmuckzubehör und Piercing-Pflege: Das Wichtigste zur Auswahl, zum Tragen und zur Pflege

Ein gut ausgewähltes Schmuckstück allein reicht nicht aus. Sein Verhalten im Gebrauch hängt ebenso sehr von den Materialien ab, aus denen es besteht, wie von der Art und Weise, wie es gepflegt, aufbewahrt und behandelt wird. Die Kategorie „Zubehör“ umfasst alles, was die tatsächliche Lebensdauer eines Schmuckstücks und die Sicherheit eines Piercings beeinflusst: Pflegemittel für die Heilungsphase, für moderne Verschlüsse geeignete Handhabungswerkzeuge sowie für jede Metallart geeignete Pflegeprodukte. Diese Produkte sind keine optionalen Extras für Perfektionisten. Es handelt sich um grundlegende Elemente, deren Fehlen ein hochwertiges Schmuckstück in weniger als einem Jahr zu einer Quelle von Irritationen oder zu Abfall macht.

Kochsalzlösungen und Pflegesprays für die Piercing-Heilung

Das von derAssociation of Professional Piercers (APP) empfohlene Pflegeprotokoll basiert seit 2007 auf einer einzigen Lösung: steriles Wasser mit einer Natriumchloridkonzentration zwischen 0,9 % und 0,9 % Masse/Volumen, ohne Zusatzstoffe, ohne Alkohol, ohne ätherisches Teebaumöl. Die LITHA-Sprays (Leave It The Hell Alone) in Druckflaschen ermöglichen eine Anwendung ohne direkten Kontakt, wodurch das Risiko einer Keimübertragung durch die Finger auf eine offene Wunde ausgeschlossen wird. Die empfohlene Häufigkeit beträgt maximal ein bis zwei Spülungen pro Tag während der gesamten Heilungsdauer, d. h. sechs bis acht Wochen bei einem Standard-Ohrläppchen, sechs bis zwölf Monate bei einem Helix- oder Tragus-Knorpel und sechs bis zwölf Monate beim Bauchnabel. Eine häufigere Reinigung beschleunigt die Heilung nicht: Sie schwächt die natürliche Hautbarriere und verursacht die gleichen Symptome wie eine allergische Reaktion, was oft fälschlicherweise dazu führt, dass das Metall des Schmuckstücks statt der Pflegeanleitung dafür verantwortlich gemacht wird.

Lösungen auf Basis von Chlorhexidin, Isopropylalkohol oder Wasserstoffperoxid sind mit der aktiven Heilung eines Piercings unvereinbar. Diese Antiseptika zerstören die wandernden Epithelzellen, die für den Verschluss des Kanals notwendig sind. Ihre Anwendung bei einem Piercing, das jünger als drei Monate ist, verzögert systematisch die Heilung und erhöht das Risiko der Keloidbildung, insbesondere an Stellen mit starkem Bindegewebe wie dem Ohrknorpel oder der Lippe.

Handhabungswerkzeuge: Segmentringzangen, Taper, Einführhilfen

Das Wechseln eines Piercingschmucks ohne das passende Werkzeug ist vergleichbar mit dem Wechseln einer Präzisionsschraube mit einem Messer. Die Segmentringzangen aus Edelstahl ermöglichen das Öffnen und Schließen eines BCR (Ball Closure Ring) oder eines Clickersegmentrings, ohne seitlichen Druck auf den Piercingkanal auszuüben. Ein Ring mit einem 1,2 mm starken Schaft aus Titan ASTM F136, der von Hand durch Drehen geöffnet wird, erleidet eine bleibende Verformung, die den Innendurchmesser verändert und einen unregelmäßigen Druckpunkt an der Kanalwand erzeugt, was zu chronischen Reizungen führt.

Die Einführ-Taper aus Titan Grad 23 oder medizinischem Acryl ermöglichen den Austausch eines Schmuckstücks in einem verheilten Kanal ohne Kraftaufwand. Ihr konisches Profil von 1,0 bis 2,4 mm führt das neue Schmuckstück ein, ohne das Gewebe gewaltsam zu dehnen. Sie ersetzen keinesfalls einen Besuch bei einem professionellen Piercer für Erstwechsel oder Piercings, die sich noch in der Heilungsphase befinden, stellen jedoch ein legitimes Hilfsmittel für Piercings dar, die seit mehr als zwölf Monaten an schnell heilenden Stellen wie dem Ohrläppchen stabilisiert sind.

Kompatibilität der Werkzeuge je nach Verschlussart

BCR / Ball Closure Ring: Segmentring-Zange mit kunststoffbeschichteten Spitzen, um das eloxierte Titan oder 14-karätiges Gold nicht zu zerkratzen
Segment-Clicker, Hinge-Ring: Manipulation von Hand bei Modellen > 1,6 mm möglich, Zange empfohlen bei < 1,2 mm, um eine Verformung des Scharniers zu vermeiden
Labret mit Innengewinde: Top (Kugel, Edelstein, Scheibe) gegen den Uhrzeigersinn abschrauben; Stabverankerungswerkzeug verwenden, wenn der Stab im Kanal verrutscht
Barbell mit Außengewinde: Vermeiden Sie diesen Verschlusstyp an verheilenden Stellen (Gefahr einer Verletzung des Kanals beim Durchführen des Gewindes); bei stabilisierten Piercings reicht ein Standard-Werkzeug zum Drehen gegen den Uhrzeigersinn aus

Pflege des Schmucks je nach Material: unterschiedliche Vorgehensweisen

Das eloxierte Titan der Güteklasse 23 nach ASTM F136 verträgt neutrales Seifenwasser (pH 6,5 bis 7,5, ohne SLS) und das Abspülen mit destilliertem Wasser. Ultraschallgeräte und Dampfbäder sind mit dem Metall kompatibel, greifen jedoch die farbige Eloxierung an, bei der es sich um eine wenige Nanometer dicke Oberflächenoxidschicht handelt, die elektrochemisch und nicht durch Farbstoffaufbringung entsteht. Ist diese Schicht einmal beschädigt, regeneriert sie sich nicht ohne eine professionelle Nacheloxierung.

925er Silber läuft durch Reaktion mit Schwefelverbindungen in der Luft, Schweiß und Kosmetika an. Ein mit Kalziumkarbonat imprägniertes Mikrofasertuch entfernt oberflächliche Flecken ohne Abrieb. Chemische Reinigungsbäder auf Natriumthiosulfatbasis sind bei massiven Teilen wirksam, entfernen jedoch systematisch die Oberflächenrhodinierung: Ein weiß rhodiniertes Schmuckstück aus 925er Silber, das in ein Mattierungsbad getaucht wird, verliert seine Rhodiumschicht (0,3 bis 1 Mikrometer durch Galvanisierung aufgebrachtes Platin) und erhält wieder den milchigen Farbton von natürlichem Silber. Dies ist zwar nicht irreversibel, erfordert jedoch eine erneute Rhodinierung in der Werkstatt.

18-karätiges Massivgold (750‰) und 14-karätiges Gold (585‰) vertragen heißes Wasser, neutrale Seife und Ultraschall bei Stücken mit Zargen- oder Röhrchenfassung. Klauenfassungen bei Steinen mit einer Mohs-Härte unter 7 (Opal: 5,5 bis 6,5; Türkis: 5 bis 6; Perle: 2,5 bis 4,5) sind nicht mit Ultraschallbädern kompatibel, da diese Mikrovibrationen erzeugen, die den Stein durch interne Resonanz zerbrechen können. Bei diesen Steinen beschränkt sich die Reinigung auf ein trockenes, nicht scheuerndes Tuch und eine Zahnbürste mit weichen Borsten an den Stellen, an denen sich Ablagerungen ansammeln.

Aufbewahrung und Transport: Beschädigungen der Oberflächen vermeiden

Ein Schmuckstück aus goldeloxiertem Titan, das lose neben einem Schmuckstück aus 925er Silber aufbewahrt wird, bekommt Kratzer. PVD-Beschichtungen (Physical Vapour Deposition, eine 1 bis 5 Mikrometer dicke Schicht aus Titannitrid oder Zirkoniumkarbid) halten normalem Verschleiß beim Tragen stand, nicht jedoch wiederholten Mikroabrieb durch Metall-auf-Metall-Kontakt in einem gemeinsamen Beutel. Einzelne Fächer aus Samt oder medizinischem Silikon sorgen für die mechanische Trennung der Stücke und dämpfen Stöße. Für Schmuck aus Massivgold oder Vermeil (mindestens 2,5 Mikrometer 18- oder 24-karätiges Gold auf 925er Silber gemäß der französischen gesetzlichen Definition und der Norm NF EN ISO 8442) verlängert ein individueller, aus behandeltem Flanell gefertigter Antianlaufbeutel das Aussehen der Oberfläche zwischen zwei Tragephasen.

Die Auswahl eines Pflege- oder Reinigungsmittels unterliegt denselben Kriterien wie die Auswahl des Schmuckstücks selbst: Verträglichkeit mit dem behandelten Material, Eignung für das jeweilige Heilungsstadium (falls relevant) und Rückverfolgbarkeit des Produkts. Ein Salzwasserspray ohne Angabe der NaCl-Konzentration oder ohne Verfallsdatum bietet keinerlei Garantie für tatsächliche Sterilität, unabhängig vom Preis.